Masterarbeit – Fahrradmobilität in München

Auswertung von Unfallstatistiken als Planungsunterstützung 

Clara Siebel

Auszüge Zusammenfassung

„Dennoch fehlen hier noch ein Gesamtkonzept für das Radwegenetz im Münchner Stadtgebiet sowie eine Priorisierung der Maßnahmen, die zukünftig umgesetzt werden sollen. Wesentlich für das Radwegenetz sind sichere, direkte und lückenlose Wege im gesamten Stadtgebiet, sodass objektive und subjektive Sicherheit gewährleistet werden.“

„Die meisten Unfälle ereignen sich zwischen einem Fahrrad und einem Auto, die häufigste Unfallursache ist dabei der Abbiegefehler.“

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Auswertung von Unfallstatistiken als Planungsunterstützung

Auszüge Fazit

„In München passieren noch immer viele Fahrradunfälle, die durch bauliche Veränderungen der Infrastruktur oder durch weiche Veränderungen wie beispielsweise Ampelschaltungen verhindert werden könnten. Sollen die Unfallzahlen sinken und sogar die Vision Zero (vgl. Kapitel 4.4.2) erreicht werden, besteht noch großer Handlungsbedarf für die Stadt München.

Da es sich in München ebenso wie in anderen Städten bei den meisten Unfällen um Abbiegeunfälle handelt, hat die Umgestaltung wesentlicher Knotenpunkte hohe Priorität. Für den Ausbau des Radverkehrsnetzes und die Veränderung der Knotenpunkte ist es unerlässlich, sich an den Richtlinien für den Radverkehr zu orientieren, als Basis sollten hierbei wiederum die ERA und die Richtlinien des Bündnis Radentscheid gelten.

Bei den Alleinunfällen wird der Großteil als Fahrunfall typisiert mit der Ursache „Anderer Fehler“ beim Fahrzeugführer. Häufig sind die Unfälle aber nicht selbstverschuldet, sondern durch äußere Umständen verursacht wie beispielsweise nasse Tramschienen.“

Seite 104

„Die vorliegende Arbeit versteht sich als Unterstützung für die Verkehrsplanung, indem sie eine Methodik an die Hand gibt, wie Unfallschwerpunkte ermittelt und zukünftige Maßnahmen im Rahmen eines Gesamtkonzepts anhand der Unfallhäufungen priorisiert werden können. Die Auswertung der Unfallstatistiken zeigt die Gefahrenpunkte auf und hilft, diese zu entschärfen. Sie trägt also dazu bei, die Fahrradmobilität in München zu verbessern und die Stadt für Radfahrende sicherer und attraktiver zu gestalten. Höhere Verkehrssicherheit beeinflusst das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger positiv und stärkt die Motivation, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu wählen. Wird die Radinfrastruktur attraktiver und sicherer, nimmt der Radverkehrsanteil zu. Und damit steigt die Lebensqualität in München.“

Leztzter Abschnitt, Seite 104/105

Über MunichWays

Die Aktiven von MunichWays haben sich zum Ziel gesetzt, München für den aktiven Verkehr attraktiver zu gestalten (zu Fuß und mit dem Fahrrad) . Hierzu wurde ein Konzept für das sogenannte RadlVorrang-Netz erarbeitet. Dieses umfasst Radverbindungen innerhalb Münchens und an die Stadtgrenze, welche wichtig für die innerstädtische Verknüpfungen und Erreichbarkeit sind. Diese verfügen über meist vorhandene Radwege, können aber auch Lücken aufweisen. Die entsprechenden RadlVorrang-Strecken sollen auch gleichzeitig ein zügiges Vorankommen mit möglichst wenig Stopps an Ampeln und Kreuzungen ermöglichen.

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