Radtouren – Radreisen
Eine Radreise ist mehr als nur eine sportliche Herausforderung
– sie ist ein kleines Abenteuer auf zwei Rädern.
Ob über sanfte Hügel, an Flüssen und Seen entlang oder auf steilen Passstraßen 😃. Wer gut vorbereitet startet, kann die Tour in vollen Zügen genießen und unangenehme Überraschungen vermeiden. Von der persönlichen Leistungsgrenze über die Wahl der Unterkünfte bis hin zum technischen Zustand des Fahrrads, an vieles sollte im Vorfeld gedacht werden.
Packe weniger ein, als du denkst, denn jedes Kilo mehr wirst du spätestens nach 50 km spüren.
Eigene Grenzen realistisch einschätzen
Einer der wichtigsten Faktoren für eine gelungene Radreise ist die realistische Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Wie viele Kilometer und Höhenmeter schaffe ich an einem Tag – und das auch noch am zweiten und an weiteren Tagen? Am besten vorher mal testen (mit Gepäck). Magst du zwischendurch auch mal einen Ruhetag einlegen und die Reise genießen ?
Es lohnt sich, bei der Routenplanung auch die Lage der Unterkünfte im Blick zu behalten. Gerade in bergigen Regionen kann ein kurzer Abstecher zur Unterkunft zu einer echten Kraftprobe werden, wenn er zusätzliche Höhenmeter bedeutet.

Fahrrad-Vorbereitung
Ein technisch einwandfreies Fahrrad ist die Basis jeder erfolgreichen Radreise. Deshalb sollte das Rad vor der Tour gründlich überprüft oder von einem Fachmann kontrolliert werden. Besonders Verschleißteile sollten vorher, wenn notwendig, ausgetauscht werden. Um Pannen unterwegs zu vermeiden. Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, sollte die Reichweite unbedingt vorab unter realistischen Bedingungen testen, also mit Gepäck und möglichst auf Strecken mit Höhenmetern. Es empfiehlt sich außerdem beim E-Bike, eine Energiereserve einzuplanen oder Möglichkeiten zum Nachladen zu recherchieren, evtl. bei Gaststätten an der Route, in Blog beiträgen / Reisebücher über die Route oder Fremdenverkehrsbüro.
CHECKLISTE Routenplanung Vorbereitung
- Wetterbericht während der Tour täglich studieren / Deutscher Wetterdienst, in den Alpen, den Alpenverein / Regenradar
- eigene Grenzen kennen, wie viele Kilometer / Höhenmeter schaffe ich am Tag
- auf Höhenmeter auch an Flüssen oder Seen achten
- als Alternative Fahrradtransport per Zug einplanen
- auf zusätzliche Höhenmeter auf dem Weg zum Hotel/Pension/Ferienwohnung/Campingplatz achten, vor allem in den Bergen
Reiseführer / spezielle Tourenführer für Fahrräder / Foren lesen - überlegen, lieber einen Umweg zu fahren, um starke Steigungen oder viel befahrene Autostraßen zu vermeiden
- Leichte Einsteigertouren machen (z. B. Donauradweg, Lechradweg als Teil der Via Claudia Augusta, Fränkischer WasserRadweg), um fit zu sein für eine Tour wie München-Venedig oder Via Claudia Augusta (beide schon anspruchsvoller, da über die Alpen teilweise mit Zug oder Bustransfer möglich)
- An und Abreise Planen, wenn keine Rundreise oder und von Zu hause aus gestartet wird

CHECKLISTE Fahrrad Vorbereitung
- Fahrrad prüfen oder vom Fachmann durchchecken lassen
- wenn notwendig Verschleißteile vorher tauschen (bei langen Radreisen: Fahrradmantel, Bremsbeläge),
- bei E-Bike-Reichweite mit Gepäck und Höhenmeter testen, Reserve einplanen
- vor deiner 1. Radreise: geeignete Fahrradtaschen (Lenkertasche etc.) besorgen
- Es gibt auch unter anderem vom ADFC Einsteiger-Fahrrad-Reparatur-Kurse, die im Vorfeld empfehlenswert sind. Oder schau entsprechende Videos an.
Packliste für Fahrradreisen – was wirklich mit muss
Eine gute Packliste ist der Schlüssel zu einer entspannten und gut organisierten Radreise. Doch nicht jeder Gegenstand muss von jedem Reisenden mitgenommen oder redundant mitgeführt werden. Gerade bei Gruppenreisen lohnt es sich, abzustimmen, wer welche Ausrüstung einpackt – zum Beispiel Werkzeug, Erste-Hilfe-Set oder Pflegeprodukte. Dadurch lässt sich Gewicht sparen, ohne dass auf wichtige Dinge verzichtet werden muss. Umgekehrt sollten einige Gegenstände bewusst doppelt vorhanden sein – etwa ein mobiles Navigationsgerät oder ein Smartphone – damit du im Fall eines Ausfalls weiterhin sicher ans Ziel kommst.
Packliste Fahrradreisen
- Offline Landkarten, denn es gibt immer Gegenden ohne mobiles Internet (entweder offline Karten aus einer App auf dem Handy (Handy-Halterung notwendig) und/oder Landkarten in Papier (Tourenbücher / Fahrrad-Landkarten) oder Fahrradcomputer
- Funktionskleidung (Fahrradhose, Shirts etc), die nach Regen oder nach dem Waschen schnell trocknet
- Gepolstert Radlhose oder -unterhose
- Fahrradhandschuhe
- Regenklamotten (wasserdichte Überschuhe)
- wasserdichte Taschen
- TIPP: eine Tasche die während der Tagestour nicht geöffnet werden muss, eine zweite mit Tagesproviant, Werkzeug, Karten oder alles in verschiedenfarbige Beutel packen und die wichtigen Dinge natürlich ganz oben einpacken
- Lenkertasche (wasserabweisend) – für Karten, Handy, Powerbank, evtl. Wasser
- einen kompletten Satz Ersatzklamotten inklusive Schuhe (mindestens Badelatschen/leichtes Schuhwerk)
- Powerbank, Ladekabel, (Ersatz Ladenetzteil mit Kabel)
- wenn du alleine unterwegs bist: zweites mobiles Gerät (Handy oder Tablet)
- eine Möglichkeit, nasse Klamotten zu transportieren – für Regenklamotten oder gewaschene, noch nasse Kleidung
- Waschmittel für Kleidung (mindestens Duschgel)
- Erste-Hilfe-Tasche (kleine für Fahrradtouren)
- Medikamente
- Sonnencreme
- Sonnenbrille
- Traubenzucker, Müsliriegel, Power Riegel, Snacks
- genügend Wasser, Apfelschorle etc
- für E-Biker: Ladekabel und Schlüssel für den Akku (evtl. 2. Akku)
- Fahrradschloss
Plant nach spätestens 3 Tagen ein, eure Sachen durchzuwaschen. Manche dieser Dinge kann man bei mehreren natürlich aufteilen.
mögliche Ersatzteile und Werkzeug fürs Fahrrad und
natürlich entscheidest du selbst, was du von dieser Liste mitnimmst
- Schlauch
- Bremsbeläge
- Fahrradmantel
- Schaltung Züge
- Bremsen Seilzüge, wenn keine hydraulischen Bremsen
- Kettenöl
- Lappen zum Reinigen der Kette
- Isolierband
- Kabelbinder
- erweitertes Werkzeug: Zange, Luftpumpe

Abgelegene Strecken und lange Etappen
– gut vorbereitet für alle Fälle
Wer abseits der bekannten und gut ausgebauten Radrouten unterwegs ist, sollte besonders gut vorbereitet sein. Auf wenig befahrenen Wegen ohne regelmäßigen Straßenanschluss, bei langen Abschnitten ohne Ortschaften oder Werkstätten und auf schlechten Wegstrecken wie Schotterpisten oder Trampelpfaden kann eine Panne schnell zur Herausforderung werden. In solchen Fällen ist es sinnvoll, wichtige Ersatzteile selbst mitzuführen (s.u.). Auch geeignetes Werkzeug und Flickzeug gehören unbedingt ins Gepäck, um kleinere Reparaturen selbst vornehmen zu können. Zusätzlich sollte man ausreichend Proviant und Getränke dabei haben – besonders bei Etappen, auf denen längere Zeit keine Einkaufsmöglichkeit besteht.
Ein gutes Kartenmaterial in Papierform oder als Offline-Karte auf dem Gerät ist in solchen Regionen ebenfalls sehr hilfreich, da es durchaus vorkommen kann, dass kein mobiles Netz verfügbar ist. Wer navigieren oder fotografieren möchte, ist zudem auf ein funktionierendes Smartphone angewiesen. Zwar reicht eine gute Handykamera oft völlig aus, um schöne Eindrücke festzuhalten, doch ohne Akku ist weder das Fotografieren noch die Navigation möglich – daher sollte eine Powerbank nicht fehlen. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, ein zweites mobiles Gerät mitzuführen, um im Falle eines technischen Defekts oder leeren Akkus weiterhin erreichbar und orientierungsfähig zu bleiben.
Solche Touren haben aber auch ihren ganz besonderen Reiz: Abseits vom Trubel lässt sich die Natur in aller Ruhe und ohne Alltagsstress erleben – oft fernab anderer Reisender. Wer gut vorbereitet ist, wird mit unvergesslichen Momenten und intensiven Naturerlebnissen belohnt. Von solchen Touren kann man im Anschluss viel erzählen – sei es von beeindruckenden Landschaften, kleinen Abenteuern unterwegs oder besonderen Begegnungen.
Mitmachen!
Weitere Ideen sind sehr willkommen. Diese können gerne per Mail an mail@munichways.de geschrieben werden, damit wir Aktive von MunichWays unsere Daten weiter ergänzen können.













